Honig-Bienen und Bienstöcke schützen
Imker fragen uns Velutina-Jäger regelmäßig: „Ich möchte meine Bienenvölker schützen. Wann kann ich tun, wenn die Asiatische Hornisse an meinem Bienenstand auftaucht?“
Fluglochverkleinerung an der Bienebeute
Spezielle Gitter und Reduzierer am Eingang der Bienenstöcke erlauben den Bienen den Zugang, halten aber die größeren Hornissen fern. Wir Velutina-Jäger beraten Sie als Imker bei der Auswahl und Installation der optimalen Schutzvorrichtungen.

Verhinderung der Flugparalyse
Um den Bienen ein etwas sichereres starten und landen zu ermöglichen wird ein Velutina-Maulkorb vor den Eingang montiert. Dadurch erweitern diese ihren „“Landebereich“ so das die Velutinas nicht mehr direkt in ihrem bevorzugtem Jagdbereich ,mitten in der Einflugschneise der zurückkehrenden Sammlerinnen jagen könnnen.
Nach der Drohnenschlacht wird ein Drohnenabsperrgitter waagerecht vor den Beuteneingang montiert. Die bisher gebräuchlichen Mäusegitter sind nicht ausreichend da kleine Velutina- Arbeiterinnen hindurchschlüpfen können.
Ebenso muss verhindert weden das Velutinas unter der Beute patroullieren können,bzw das dieses von den Bienen bemerkt wird – dazu Bodenschieber/Varroaschublade einsetzen.
Es werden weiterhin Bienen gejagd und gefressen, allerdings die so gefährliche Flugparalyse verhindert.
Bei weiterhin zu starkem Jagddruck durch die Velutina hat sich zusätzlich eine etwa 70-100cm um die Beuten angebrachte Voliere als hilfreich erwiesen. Diese sollte aus Vogelschutznetz mit einer Maschenweite von 30mm erstellt werden. Mit der Kombination aus Drohnengitter, Maulkorb und Vogelschutznetz kann teilweise die schon vorhandene Flugparalyse wieder aufgehoben werden.
Locktopf aufstellen & Nest aufspüren (helfen)
1. Locktopf aufstellen
Einige Meter von den Beuten entfernt einen Locktopf aufstellen.
Rezept: je ein drittel Wein, Himbeersirup und Holunderblütensirup. Im Spätsommer funktionieren auch Katzenfutter, Fisch, Garnelen als Lockmittel. Weitere „Rezepte“ finden Sie im Internet.
2. Hornisse zeichnen
Eine Velutina zeichnen: direkt mit hellem Stift auf dem Locktopf oder mit Königinnen-Zeichenhilfe.
3. Flugrichtung beobachten
N/S/O/W? Beobachten und notieren.
4. Zeit bis zur Rückkehr messen
Mehrmals(!) die Zeit bis zur Rückehr der gezeichneten Hornisse stoppen (zum Beispiel mit Stoppuhr im Smartphone).
5. Zeit in Velutina-Rechner eingeben
Die kürzeste(!) Zeit in einem Entfernungsrechner für die Velutina in Sekunden eingeben:
Entfernungs-Rechner: velutina-service.com
6. Mehr Locktöpfe in Flugrichtung
Weitere Locktöpfe in Flugrichtung positionieren bzw. um den errechneten Zielpunkt, erneut 3. Flugrichtung beobachten, erneut 4. Zeiten messen.
7. Schnittpunkte der Flugrichtungen = Suchgebiet
Schnittpunkte der Flugrichtungen der vesetzt gestellten Locktöpfen ergeben das Suchgebiet (Stichwort: Triangulation).
Dazu kann man eine Stadtgebietkarte im Internet nutzen.
8. Bäume & Baumgruppen im Suchgebiet absuchen
Mit Fernglas und möglichst vielen Helfern einzelne Bäume und kleinere Baumgruppen absuchen, dabei auf Flugbetrieb in Baumspitzen achten.


